Grobe Fahrlässigkeit / Neuwerterstattung

Adventsgesteck setzt Haus in Stade in Brand,
rund 450.000 Euro Sachschaden / Gebäude erleidet Totalschaden,
so titelte das Tageblatt am 07.01.2019.

In unserer nachfolgenden Kundeninformation haben wir den Tageblatt-Artikel und wichtige Informationen zum Versicherungsschutz aufgeführt,
bitte auf den Link klicken und es öffnet sich eine PDF-Datei:
FH24_-_Kundeninfo_Grobe-Fahrlässigkeit_Neuwerterstattung_16.01.2019

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Auf die Absicherung der nachfolgenden Leistungsinhalte sollten Sie nicht verzichten:

Grobe Fahrlässigkeit          –          Neuwerterstattung          –          Unterversicherungsverzicht

Grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalles   –   Absicherung: bis zur Versicherungssumme !!
* Beschreibung:
Wurde ein Schaden durch Sie (mit-)verursacht, prüft der Versicherer, ob Sie evtl. grob fahrlässig gehandelt haben. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn ein brennender Adventskranz längere Zeit unbeobachtet bleibt und daraufhin das Gebäude ausbrennt. Aber auch wenn eine Badewanne überläuft, weil Sie wegen eines Telefonates vergessen das Wasser wieder abzudrehen. Oder auch wenn Fenster geöffnet sind, aber das Haus verlassen wurde und so ein „erleichterter Einbruch“ ermöglicht wird. Wenn dies der Fall ist, kann der Versicherer die Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens anteilig kürzen. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt und in welcher Höhe eine Kürzung durch den Versicherer möglich ist, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, kann der Versicherer nur noch wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles die Leistung verweigern.

Grob fahrlässige Verletzung von Obliegenheiten   –    Absicherung: bis zur Versicherungssumme !!
* Beschreibung:
Versicherer kalkulieren ihre Tarife nach der Berechenbarkeit eines Schadensrisikos. Ändern sich die Rahmenbedingungen, ändert sich auch das Risiko. Damit der Versicherer jederzeit über die Risikohöhe informiert bleibt, werden mit dem Versicherungsnehmer sogenannte Obliegenheiten vereinbart. In der Wohngebäudeversicherung sind dies z.B. Anzeigepflichten (z.B. wenn am Gebäude Baumaßnahmen durchgeführt werden in deren Verlauf das Dach ganz oder teilweise entfernt wird, wodurch die Gefahr eines Sturmschadens steigt), Sicherheitsvorschriften (z.B. in der kalten Jahreszeit alle Gebäude und Gebäudeteile zu beheizen und dies genügend häufig zu kontrollieren) oder auch Verhaltensvorschriften im Schadenfall (z.B. für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen usw.). Ein Verstoß gegen derartige Obliegenheiten kann zur Kündigung und/oder Leistungsfreiheit des Versicherers führen, sofern der Verstoß grob fahrlässig erfolgt ist. Verzichtet der Versicherer auf dieses Recht, kann nur eine vorsätzliche Obliegenheitsverletzung zur Leistungsfreiheit und/oder Kündigung führen.

Neuwerterstattung auch wenn kein Wiederaufbau erfolgt   –   Absicherung: ist versichert !!
* Beschreibung:
Generell haben Sie nach einem Totalschaden (z.B. nach einem Feuer) nur Anspruch auf die Neuwerterstattung, wenn die tatsächlich beschädigte Sache (z.B. ein selbstgenutztes Wohngebäude) in gleicher Art und Güte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wieder an der gleichen Stelle aufgebaut wird. Andernfalls bleibt nur der Anspruch auf die Zeitwertentschädigung. Wenn Sie kein Haus mehr bauen möchten oder ein hochwertigeres Haus mit einer anderen Nutzung (z.B. als Wohn- und Geschäftsgebäude) bauen möchten, wird ohne die Klausel nur der Zeitwert des Gebäudes erstattet.

Unterversicherungsverzicht   –   Absicherung: bei Teilschäden generell, ansonsten, wenn Wertermittlung nach einer anerkannten Berechnungsmethode erfolgt !!
* Beschreibung:
Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme entspricht der maximalen Entschädigung im Totalschadenfall. Daher sollte die Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert Ihres Wohngebäudes inklusive aller Nebengebäude (z.B. Garage) entsprechen. Ist der tatsächliche Wert des Gebäudes jedoch größer als die vereinbarte Versicherungssumme, spricht man von einer Unterversicherung. Diese Unterversicherung wird dann im Schadenfall entsprechend anteilig auf die Schadenzahlung angerechnet. Ein Beispiel hierzu: Die Versicherungssumme wurde mit 200.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Neuwert des Gebäudes beträgt 400.000 Euro. Die Versicherungssumme beträgt also nur die Hälfte der eigentlich benötigten Versicherungssumme. Damit wird auch jeder Schaden nur zur Hälfte erstattet. Ein Schaden in Höhe von 15.000 Euro wird also nur mit 7.500 Euro erstattet. Um die Folgen dieser „Fehleinschätzung der Versicherungssumme“ zu vermeiden, kann mit dem Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen ein Unterversicherungsverzicht vereinbart werden. Dann verzichtet der Versicherer auf die Prüfung der Höhe der Unterversicherung.

Diese Leistungsinhalte sind in unseren besonderen Deckungskonzepten in der Wohngebäude-Versicherung enthalten !!!

Bitte überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz !!!

Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich, sprechen Sie uns darauf an !!!                    Für Sie sind wir gerne da.

Leiten Sie diese Informationen auch gerne an Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten weiter, damit diese Personen auch in den Genuss dieser hochwertigen Absicherungs-Konzepte gelangen können. Herzlichen Dank im Voraus.


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Die vorstehend aufgeführten Beschreibungen zu den Leistungsinhalten sollen ausschließlich dem besseren Verständnis dienen. Die konkreten Versicherungs- / Vertragsbedingungen führen die Leistungen vollständig auf. Für Fehler oder zwischenzeitliche Änderungen wird keine Haftung übernommen.